Pina Bausch und das Tanztheater

Veranstaltungen in der Lichtburg

Die Lichtburg wird täglich bespielt.
Während der Öffnungszeiten können Besucher in diesem Raum unter Anleitung von Tänzern aus der Kompanie Teil der Ausstellung werden, Filme sehen oder ins Gespräch mit Tänzern und Mitarbeitern der Kompanie kommen. Je nach Angebot bietet dieser Raum 25 bis 50 Personen Platz.

Die Lichtburg ist in Bewegung – Änderungen und Ergänzungen des Programms sind möglich.

PINA BAUSCH und das Tanztheater
Einführungsvortrag
von Miriam Leysner (Kuratorin)

Pina Bausch (1940–2009) gilt als Pionierin des modernen Tanztheaters und als eine der einflussreichsten Choreografinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr Schaffen wurde erstmals in Form einer Ausstellung in der Bundeskunsthalle im Jahr 2016 erfahrbar gemacht. Nun haben Sie die Gelegenheit, diese Ausstellung im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu erleben.
Gemeinsam mit ihrer Kompanie entwickelte Pina Bausch die künstlerische Form des Tanztheaters, das den Tanz auf einzigartige Weise mit Schauspiel und künstlerischer Performance verbindet. Mit diesem Ansatz sprengte sie nicht nur die Konventionen des klassischen Balletts, sondern ließ auch den eher an formalen Prinzipien orientierten modernen Tanz hinter sich. Herzstück der Ausstellung ist ein Nachbau der Lichtburg -jenes legendären Proberaums in einem alten Wuppertaler Kino, in dem Pina Bausch den größten Teil ihrer Stücke gemeinsam mit ihren Tänzerinnen und Tänzern entwickelt hat. Im Lichthof des Martin-Gropius-Bau wird dieser Raum nun zum Raum für die Begegnung mit Mitgliedern des Tanztheater, die den Besuchern Bewegungsqualitäten und kleine Bewegungssequenzen vermitteln; Performances, Tanz-Workshops, öffentliche Proben, Gespräche, Filme und mehr lassen ihn zum lebendigen Erfahrungsraum werden. 

Miriam Leysner (Kuratorin der Ausstellung) wird Ihnen in ihrem Vortrag Idee und Ausstellungsrealisierung näherbringen.

Samstag, 17.9., 14 Uhr im Kinosaal
Teilnahme: kostenfrei
Dauer: ca. 60 Minuten
Teilnehmerzahl: maximal 200 Personen

Tanztreffen der Jugend
Der Bundeswettbewerb der Berliner Festspiele würdigt zum dritten Mal herausragende Tanzproduktionen jugendlicher Ensembles und damit verbunden die Arbeit ihrer Choreograf(inn)en. In einem deutschlandweiten Wettbewerb wählte die Jury aus zahlreichen Einsendungen fünf zeitgenössische Produktionen aus Berlin, Bonn, Herne, Mainz und München aus, die beim Tanztreffen der Jugend im Festspielhaus zu sehen sein werden.

Der Vermittlungsschwerpunkt widmet sich in diesem Jahr der Choreografin Pina Bausch. Alle Teilnehmer/-innen des Tanztreffens werden sich u.a. am Projekt „DANCE! The Nelken-Line by Pina Bausch“ beteiligen und die bekannte Reihe Frühling Sommer Herbst Winter aus dem Stück Nelken (1982) einstudieren und nachtanzen. Dabei wird gefilmt und das Video wird auf concert.arte.tv hochgeladen. Begegnungen mit Tänzer*innen des Tanztheaters Wuppertal in Workshops, ein Besuch der Ausstellung Pina Bausch und das Tanztheater im Martin-Gropius-Bau sowie der Dokumentarfilm Tanzträume (2010) sind ebenfalls Teil des Vermittlungsprogramms.

23. bis 30. September im Haus der Berliner Festspiele
Alles zum Programm des Tanztreffens

Jazzfest Extended
Konzert in der Ausstellung

MATANA ROBERTS: „For Pina“
Matana Roberts beschreibt ihre Kombination aus Instrumentalmusik, Gesang, Spoken Word und visueller Bildersprache als „panoramisches Klang-Quilting“. Sie wurde 1978 in Chicago geboren und studierte zunächst klassische Klarinette, bevor sie zum Altsaxophon wechselte. 2011 veröffentlichte sie den ersten Teil, oder das erste ‚Kapitel‘, einer auf 12 Alben angelegten Serie namens „Coin Coin“, in der sie sich mit Fragen von Erinnerung, Identität und Herkunft beschäftigt. Bisher erschienen drei Kapitel. 2015 spielte sie bei der Eröffnung des neuen Whitney Museums in New York, und 2016 erhielt sie den Doris Duke Artist Award. Bei ihrem Auftritt im Martin-Gropius-Bau wird sie sich mit der Ausstellung zu Ehren der 2009 verstorbenen deutschen Choreographin Pina Bausch befassen.

Matana Roberts, alto saxophone, clarinet, composition, video
Christina Wheeler, electronics
Nicolaus Neuser, trumpet
Andrea Belfi, drums
Dan Bodan, wordspeak, vocals

Eine Veranstaltung des Jazzfest Berlin 2016

Dienstag, 1.11., 20 Uhr
Tickets: 25 €, VVK ab 26.9.2016 unter www.berlinerfestspiele.de

PALERMO PALERMO. Ein Stück von Pina Bausch
Gastspiel des Tanztheater Wuppertal im Haus der Berliner Festspiele

Das zu großen Teilen in Palermo entstandene Stück wurde seit seiner Uraufführung im Opernhaus Wuppertal am 17. Dezember 1989 weltweit in zahlreichen Gastspielen und auf Festivals gezeigt, nun ist es erstmalig in Berlin zu erleben. Das Wuppertaler Tanztheater kehrt mit vier Vorstellungen von „Palermo, Palermo“ auf die Bühne des Festspielhauses zurück, auf der es in Berlin zuletzt 2009 zu sehen war.

16.–19. Dezember 2016, jeweils 19.30 Uhr
Mehr unter: www.berlinerfestspiele.de

Pina Bausch und das Tanztheater

Warm-up & Workshops

Warm-up zur Ausstellung
Den eigenen Körper spüren, erleben, wie aus kleinen Bewegungen Tanz entsteht: In 30-minütigen Warm-ups haben die Ausstellungsbesucher die Möglichkeit, gemeinsam mit derzeitigen oder ehemaligen Ensemblemitgliedern des Tanztheater Wuppertal eigene Erfahrungen zu machen. Als körperliche Einführung zur Ausstellung bieten diese kurzen Formate erste Begegnungen mit Bewegungstechniken und choreografischen Formen an. Das Warm-up kann aus einem eigens konzipierten Training bestehen, eigene Bewegungsgestaltungen beinhalten oder sich mit dem Erlernen und Tanzen einer kleinen Sequenz aus einem Pina Bausch Stück, wie z.B. der „Reihe“ aus Nelken oder Kontakthof beschäftigen.

WARM-UP TERMINE

Warm-up mit Jo Ann Endicott
Fr., 16.9., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Sa., 17.9., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
So., 18.9., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Mo., 19.9., 12 Uhr
Mi., 28.12., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Do., 29.12., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Fr., 30.12., 11, 12 Uhr
So., 1.1., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Mo., 2.1., 11, 12 Uhr

Warm-up mit Dominique Duszynski
Mi., 28.9., 11, 14, 16, 17 Uhr
Do., 29.9., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Fr., 30.9., 11, 12 Uhr
Sa., 1.10., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
So., 2.10., 15, 16, 17 Uhr
Mo., 3.10., 12, 14, 16, 17 Uhr

Warm-up mit Chrystel Guillebeaud
Mi., 26.10., 11, 14, 16, 17 Uhr
Do., 27.10., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Fr., 28.10., 11, 12 Uhr
Sa., 29.10., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
'So., 30.10., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr'
Mo., 31.10., 12 Uhr

Warm-up mit Marigia Maggipinto'
Mi., 21.9., 11, 14, 16, 17 Uhr
Do., 22.9., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
'Fr., 23.9., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Sa., 24.9., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
So., 25.9., 11, 12, 17 Uhr
Mo., 26.9., 12, 14, 16, 17 Uhr
Mi., 12.10., 11, 14, 16, 17 Uhr
Do., 13.10., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
'Fr., 14.10., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Sa., 15.10., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
So., 16.10.11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Mo., 17.10., 12, 14, 16, 17 Uhr
Mi., 19.10., 11, 14, 16, 17 Uhr
Do., 20.10., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Fr., 21.10., 11, 12 Uhr
Sa., 22.10., 11, 12 Uhr
So., 23.10., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Mo., 24.10., 12, 14, 16, 17 Uhr
Mi., 9.11., 11, 14, 16, 17 Uhr
'Do., 10.11.11, 12, 14, 16, 17 Uhr
'Fr., 11.11., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Sa., 12.11., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
So., 13.11., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Mo., 14.11., 12, 14, 16, 17 Uhr
Mi., 16.11., 11, 14, 16, 17 Uhr
Do., 17.11., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Fr., 18.11., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Sa., 19.11., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
So., 20.11., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Sa., 21.11., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr

Warm-up mit Pascal Merighi
Do., 24.11., 11, 12 Uhr
Fr., 25.11., 11, 12 Uhr

Warm-up mit Cristiana Morganti
Sa., 10.12., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
So., 11.12., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Mo., 12.12., 12, 14, 16, 17 Uhr

Warm-up mit Paul White
Mi., 14.12., 11, 14, 16, 17 Uhr
Do., 15.12., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Fr., 16.12., 11, 12 Uhr
Sa., 17.12., 11, 12 Uhr
So., 18.12., 11, 12 Uhr
Mo., 19.12., 12 Uhr

Warm-up zur Ausstellung, mit Kenji Takagi
Mi., 4.1., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Do., 5.1., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Fr., 6.1., 11, 12 Uhr
Sa., 7.1., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
So., 8.1., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr
Mo., 9.1., 11, 12, 14, 16, 17 Uhr

Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 25 Personen begrenzt. Eine Voranmeldung für Einzelpersonen oder Gruppen ist möglich und wird empfohlen

Workshops zur Ausstellung
Die Workshops bieten den Besuchern der Ausstellung die Möglichkeit, gemeinsam mit derzeitigen oder ehemaligen Ensemblemitgliedern des Tanztheater Wuppertal zu tanzen. In den mindestens 90-minütigen Trainingseinheiten können die verschiedenen Unterrichtsinhalte der jeweiligen Workshop-Leitung – seien es Körperübungen, Bewegungstechniken oder choreografische Formen – ausprobiert, geübt und vertieft werden.

Workshop Termine [alle Termine sind ausgebucht]

Workshop mit Jo Ann Endicott
Montag, 19.9., 15 Uhr
Freitag, 30.12., 15 Uhr
Montag, 2.1., 15 Uhr

Dauer: 90 Minuten
Altersgruppe: alle
Maximale Teilnehmerzahl: 20

Workshop mit Chrystel Guillebeaud
Freitag, 28.10., 15 Uhr
Montag, 31.10., 15 Uhr

Dauer: 90 Minuten
Altersgruppe: alle
Maximale Teilnehmerzahl: 20

 

Workshop mit Pascal Merighi
Samstag, 26.11., 15 Uhr
Sonntag, 27.11., 15 Uhr

Dauer: 90 Minuten
Altersgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene

 

Workshop mit Nayoung Kim
Montag, 28.11., 15 Uhr

Dauer: 90 Minuten
Altersgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene
Maximale Teilnehmerzahl: 20

Workshop mit Paul White
Freitag, 16.12., 15 Uhr
Montag, 19.12., 15 Uhr

Dauer: 90 Minuten
Altersgruppe: alle
Maximale Teilnehmerzahl: 20

Workshop special
Kontakthof tanzen mit Anne Martin

Freitag, 7.10., 11 Uhr
Samstag, 8.10., 11 Uhr

Dauer: 180 Minuten
Altersgruppe: ab 15 
Maximale Teilnehmerzahl: 20

Für alle Workshops ist eine Voranmeldung erforderlich:

Pina Bausch und das Tanztheater

Bewegte Führungen

Betrachten und bewegen
Interaktive Ausstellungsführung für Familien

Ein gemeinsamer Rundgang durch die Ausstellung regt dazu an, die auf Fotos und in Videos festgehaltenen Bewegungen zu betrachten und zu erfahren, welche Gründe Pina Bausch für das Tanzen hatte. Welche der Formen wecken aber das eigene Interesse an Bewegung? Wie kann aus den gesammelten Figuren und Bewegungen wieder eine Choreografie, ein Tanz entstehen?
Das Angebot umfasst einen praktischen, bewegten Teil in der Lichtburg, der abgestimmt ist auf die angegebene Altersgruppe. Geschwisterkinder sind herzlich willkommen!

Samstag, 5.11., 11 und 15 Uhr
Sonntag, 6.11., 16 Uhr
Samstag, 3.12., 11 und 14 Uhr

Dauer: 90 Minuten
Altersgruppe: Kinder von 5‒10 Jahren mit ihren Eltern
Maximale Teilnehmerzahl: 25 Personen
Voranmeldung erforderlich [sämtliche Termine sind inzwischen ausgebucht]

Bewegung ausstellen
Vermittlungsformat für Schulklassen

Ein gemeinsamer Rundgang durch die Ausstellung zeigt, welche Beweggründe Pina Bausch für ihre Arbeit hatte und wie sie diese wiederum in Bewegungen umgesetzt hat. Man kann die ausgestellten Materialien, die zum größten Teil aus dem Pina Bausch Archiv stammen, aber auch unter der Fragestellung betrachten, wie sich Bewegung eigentlich ausstellen lässt. Dokumente wie Fotos, Skizzen oder Probennotizen halten Bewegung fest, stellen sie still. Wie kann man das alles wieder in Bewegung bringen?
Das Angebot umfasst einen praktischen, bewegten Teil in der Lichtburg und wird auf die jeweilige Altersgruppe abgestimmt.

Mittwoch, 2.11.,10.30, 12.30, 14.30 Uhr
Donnerstag, 3.11., 10.30, 12.30, 14.30 Uhr
Freitag, 4.11., 10.30, 12.30, 14.30 Uhr
Montag, 7.11., 10.30, 12.30, 14.30 Uhr
Mittwoch, 30.11., 10.30, 12.30, 14.30 Uhr
Donnerstag, 1.12., 10.30, 12.30, 14.30 Uhr
'Freitag, 2.12., 10.30, 12.30, 14.30 Uhr
Montag, 5.12., 10.30, 12.30, 14.30 Uhr

Dauer: 90 Minuten
Altersgruppe: alle Schulformen, ab 1. Klasse Grundschule
Maximale Teilnehmerzahl: 1 Schulklasse
Voranmeldung erforderlich [sämtliche Termine sind inzwischen ausgebucht]

Warm-up zur Ausstellung
Vermittlungsformat für Schulklassen

Dieses Angebot besteht aus einem Tanzworkshop Warm-up (30 Minuten, durchgeführt von Tänzer(inne)n der Pina Bausch Foundation) und einer anschließenden Führung in der Ausstellung (45 Minuten/Schulklassenstärke).

Montags, 19.9., 26.9., 3.10., 17.10., 24.10., 31.10., 14.11., 12.12., 19.12., 11 Uhr
Mittwochs, 21.9., 28.9., 12.10., 19.10., 26.10., 9.11., 16.11., 14.12., 12 Uhr

Dauer: 75 Minuten
45 €; für Schüler über 16 Jahre zzgl. Eintritt
Altersgruppe: alle Schulformen, ab 1. Klasse Grundschule
Maximale Teilnehmerzahl: 1 Schulklasse
Voranmeldung erforderlich

Pina Bausch und das Tanztheater

Performances

WAK.NTR Rehab
A matrix of the six soli by Pascal Merighi made for Pina Bausch’s pieces from 2000 to 2005
Von und mit: Pascal Merighi, Thusnelda Mercy, Volker Wurth

„Die Kürzel WAK.NTR Rehab repräsentieren die Anfangsbuchstaben der Stücke von Pina Bausch, bei denen ich in den Entstehungsprozess involviert war. Von ‚W‘ für Wiesenland bis hin zu ‚R‘ für Rough Cut. In WAK.NTR Rehab geht es mir um eine Reorganisation von Bewegungsmaterial. So nehme ich die erste Bewegung meines Solos zu Wiesenland und addiere diese mit der ersten Bewegungen meines Solos zu ÁquaKinder und dies fortlaufend. Ohne eine andere choreografische Intention. Es ist die Etablierung einer neuen Abfolge. Einer neuen Ordnung.“ (Pascal Merighi)

Donnerstag, 24.11., 17 Uhr
Freitag, 25.11., 17 Uhr

Dauer: ca. 45 Minuten
Eine Voranmeldung für Einzelpersonen oder Gruppen ist möglich und wird empfohlen
[sämtliche Termine sind inzwischen ausgebucht]

de temps en temps sinon jamais
Von und mit: Clémentine Deluy, Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola

de temps en temps sinon jamais ist Clémentines Brief an Pina. Ihr sanftes Wiegenlied an die, die nicht mehr ist, sie aber immer begleiten wird. Erinnerungen verblassen, verwandeln und verformen sich, sie sind flüchtig und entziehen sich dem bewussten Zugriff – und dennoch ernähren und behüten sie. Clementine Deluy lädt Juan Kruz ein, sich mit ihrer Stimme zu vereinen. Ein gemeinsames stilles Lied, keine Klage, auch keine Hommage, sondern ein flüsterndes Bekenntnis von Clémentine zu Pina. Von Clémentine zu Juan.

Samstag, 3.12., 17 Uhr
Sonntag, 4.12., 17 Uhr

Dauer: ca. 45 Minuten
Eine Voranmeldung für Einzelpersonen oder Gruppen ist möglich und wird empfohlen.
[sämtliche Termine sind inzwischen ausgebucht]

Did you say transmission?
Ein Dialog zwischen zwei Tänzern unterschiedlicher Generationen in Sprache und Bewegung
von Dominique Duszynski

Dominique Duszynski tauscht sich mit einem jungen Tänzer und frisch graduierten P.A.R.T.S.-Absolventen über die Arbeit von Pina Bausch aus: Was macht sie so außergewöhnlich? Worin liegt der Unterschied zu anderen Choreografen? Warum ist Pina Bauschs Arbeit noch immer aktuell, und worin liegt der Reiz für einen Tänzer, ihr Repertoire kennenzulernen?

Freitag, 30.09., 17 Uhr
Dauer: ca. 30 Minuten
Eine Voranmeldung für Einzelpersonen oder Gruppen ist möglich und wird empfohlen.
Veranstaltung in englischer Sprache
[bereits ausgebucht]

Moving with Pina
von Cristiana Morganti, produziert von Il Funaro – Pistoia.

Cristiana Morganti erzählt auf künstlerische Weise und anhand von Ausschnitten aus dem Repertoire von ihren Erfahrungen in und mit der Arbeit von Pina Bausch: Wie wird ein Solo konstruiert? In welchem Verhältnis stehen Emotion und Bewegung zueinander? Wann wird aus einer Geste Tanz? Auf welche Weise stellt sich eine Verbindung zwischen Performer und Publikum her?

Donnerstag, 8.12., 17 Uhr
Freitag, 9.12., 17 Uhr

Dauer: ca. 70 Minuten
Eine Voranmeldung für Einzelpersonen oder Gruppen ist möglich und wird empfohlen.
[sämtliche Termine sind inzwischen ausgebucht]

UNTITLED SOLO
von Shantala Shivalingappa

In ihrem neuen Solo eignet sich Shantala Shivalingappa das Bewegungsmaterial wieder an, das sie während der Arbeit an O Dido (1999) von Pina Bausch lernte. Es war ihr erstes Stück mit dem Tanztheater Wuppertal. Das Material aus der Erinnerung wiederzuentdecken und neu zu lernen bedeutet auch, über die reine Bewegung hinauszugehen. Was waren die Gefühle hinter den Gesten, welche inneren Bewegungen brachten die äußeren ursprünglich hervor? Das so erarbeitete Material wird für die Tänzerin zum Ausgangspunkt für etwas Neues: ihre Performance verschmilzt die erinnerte Choreografie mit neuen Bewegungen, die sie ergänzen, kontrastieren und ihr vielleicht sogar widersprechen.

Freitag, 21.10., 17 Uhr
Samstag, 22.10., 17 Uhr

Dauer: ca. 45 min
Eine Voranmeldung für Einzelpersonen oder Gruppen ist möglich und wird empfohlen.
[sämtliche Termine sind inzwischen ausgebucht]

Dialog
von Nayoung Kim

In ihrer Performance Dialog tritt Nayoung Kim in direkten Kontakt zu den Ausstellungsbesucherinnen und -besuchern. Sie tanzt Teile ihres Solos aus Pina Bausch Stücks Der Fensterputzer. Anschließend können die Zuschauer Fragen zum Gesehenen stellen, die Kim wiederum mit neuen Bewegungssequenzen beantwortet. Im gemeinsamen Prozess entsteht so eine eigene, neue choreografische Textur: ein Dialog.

Samstag, 17.12., 17 Uhr
Sonntag, 18. 12., 17 Uhr

Dauer: ca. 45 min
Eine Voranmeldung für Einzelpersonen oder Gruppen ist möglich und wird empfohlen.
[sämtliche Termine sind inzwischen ausgebucht]

Öffentliche Probe
Léonard Engel lernt von Kenji Takagi
Moderiert von Dr. Katja Schneider

Wie wird Bewegung, eine Platzierung, eine Rolle von einem Tänzer an einen anderen weitergegeben, und was wird neben den reinen Bewegungssequenzen vermittelt? Welche Geschichten stehen hinter den Bewegungen? Was bedeutet Erinnerung im Tanz?

Kenji Takagi und Léonard Engel, die im Rahmen der Stückübergabe von Für die Kinder von gestern, heute und morgen in München zusammengearbeitet haben, gestalten eine offene Probe und lassen die Zuschauer an diesem Prozess teilhaben. Das anschließende Gespräch wird von der Tanzwissenschaftlerin Dr. Katja Schneider moderiert.

Freitag, 6.1., 16 Uhr
Dauer: ca. 90 Minuten
Eine Voranmeldung für Einzelpersonen oder Gruppen ist möglich und wird empfohlen.
[bereits ausgebucht]

Pina Bausch und das Tanztheater

Talks

Weitergeben.
Über die Einstudierung von Pina Bauschs Stück Für die Kinder von gestern, heute und morgen mit Tänzerinnen und Tänzern des Bayerischen Staatsballetts

Im April 2016 fand an der Bayerischen Staatsoper in München die Premiere von Pina Bauschs Stück Für die Kinder von gestern, heute und morgen (UA 2002) mit Tänzerinnen und Tänzern des Bayerischen Staatsballetts statt. Zum ersten Mal wurde ein jüngeres Stück von Pina Bausch mit einer anderen Kompanie einstudiert. Wie gestaltet sich ein solcher Arbeitsprozess? Was sind die besonderen Herausforderungen der Weitergabe, auch im Unterschied zu der Erarbeitung von Stücken anderer Choreografen? Ist eine solche Arbeit eher Rekonstruktion oder Neuschöpfung?

Moderation: Dr. Katja Schneider, Tanzwissenschaftlerin und Autorin
Gesprächspartner: Bettina Wagner-Bergelt, Co-Direktorin des Bayerischen Staatsballetts, Mitglieder des Probenleitungsteams des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und andere.

Sonntag, 2.10., 12 Uhr
Dauer: ca. 90 Minuten
Eine Voranmeldung für Einzelpersonen oder Gruppen ist möglich und wird empfohlen.

Palermo Palermo – Tanz im Zeichen der Krise?
Moderiert von Dr. Dorion Weickmann, Autorin und Journalistin (u.a. Redaktion tanzSüddeutsche Zeitung)

Im Dezember 1989, kurz nach dem Fall der Mauer, brachte Pina Bausch das Stück Palermo Palermo heraus, das mit dem Einsturz einer Mauer beginnt. Wie zeitgebunden aber sind gesellschaftliche und politische Bezüge im Werk von Pina Bausch? Oder ist gerade ihre Vieldeutigkeit, die eine eindeutige Lesart der Stücke in Bezug auf gesellschaftliche Verhältnisse oder politische Ereignisse verhindert, ein Garant für ihre sich stets erneuernde Aktualität? Wie politisch kann Tanztheater überhaupt sein? Wie stand, wie steht es um das Verhältnis von Kunst und Politik?

Sonntag, 6.11., 12 Uhr
Dauer: ca. 90 Minuten
Eine Voranmeldung für Einzelpersonen oder Gruppen ist möglich und wird empfohlen.

Auf Pina Bauschs Spuren. Die künstlerische DNA von Pina Bausch
Moderiert von Arnd Wesemann, Autor und Journalist (Redaktion tanz)

Pina Bauschs Werk steht wie nur wenige andere für eine Zeit der Erneuerung der Tanzkunst, die Generationen nicht nur von Choreografen, sondern auch Theatermachern und anderen Künstlern beeinflusst hat. Aber worin genau besteht dieser Einfluss? Was ist die künstlerische DNA des Werks von Pina Bausch, und wie hat sie sich in die Kunst der Gegenwart eingeschrieben? (Bühnen-)Künstlerinnen und Künstler jüngerer Generationen und aus verschiedenen kulturellen Kontexten sprechen über ihre Sicht auf das Werk von Pina Bausch. Hat es Spuren in ihrer eigenen Arbeit hinterlassen? Und sind die künstlerischen, ökonomischen und organisatorischen Bedingungen, denen Pina Bausch ihre Stücke abgerungen hat, mit denen von heute vergleichbar?

Die Gesprächsmatineen finden in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift tanz statt.

Sonntag, 4.12., 12 Uhr
Dauer: ca. 90 Minuten
Eine Voranmeldung für Einzelpersonen oder Gruppen ist möglich und wird empfohlen

Pina Bausch und das Tanztheater

Filme

Die Lichtburg wird wieder zum Kino: In dokumentarischen Filmen aus verschiedenen Jahrzehnten und unterschiedlichen Perspektiven wird die Arbeit von Pina Bausch und dem Tanztheater Wuppertal betrachtet, u.a. von Chantal Akerman, Klaus Wildenhahn, Lee Yanor, Wim Wenders und Pina Bausch selbst.

Der Besuch des Filmprogramms ist mit dem Erwerb einer Eintrittskarte zur Ausstellung ohne Anmeldung möglich (Kapazitätsgrenze Lichtburg: 140 Personen bei Filmprogrammen).

Mittwoch, 21.12., 14 Uhr
Das hat nicht aufgehört, mein Tanzen“, Eva-Elisabeth Fischer/Frieder Käsmann, 1994
Mit der Journalistin E.-E. Fischer spricht Pina Bausch über die Arbeit des Tanztheater Wuppertal und ihre Vorstellungen von Tanz an sich. Was ist Tanz? Welche künstlerischen Ansichten begleiten Bauschs Arbeit als Choreografin? Auf eindrückliche Weise gelingt es dem Film, nach den Gründen zu fragen, warum es – nicht nur für Pina Bausch – notwendig ist, zu tanzen.
Dauer: 42 Minuten

Mittwoch, 21.12., 16 Uhr
Die Klage der Kaiserin. Ein Film von Pina Bausch, 1990
Pina Bausch  verlässt mit ihren Tänzerinnen und Tänzern das Theater und dringt ins Freie: in die Kälte, den herbstlichen Wald, auf die nassen Felder des Bergischen Landes. Gedreht zwischen Oktober 1987 und April 1988, entstand ein verwirrender und doch beeindruckender Film aus frei collagierten und montierten Bildern.
Dauer: 106 Minuten

Donnerstag, 22.12., 14 Uhr
Pina Bausch, Anne Linsel, 2006
Die Journalistin Anne Linsel interviewt Pina Bausch und wichtige Weggefährten der weltberühmten Choreografin. Durch die intimen und pointierten Gespräche gelingt es Linsel, ein umfassendes Bild der Arbeit von Pina Bausch und dem Tanztheater Wuppertal zu vermitteln.
Dauer: 43 Minuten

Donnerstag, 22.12., 16 Uhr
AHNEN ahnen, Pina Bausch, 2014 (Re-edit)
1986/87 entwickelt Pina Bausch mit ihrem Ensemble das Stück Ahnen und lässt dabei die Probenarbeit von der Kamera begleiten. Der daraus entstandene Film bietet tiefe Einblicke in den Entstehungsprozesses des Stückes. Gleichzeitig sind es Bauschs erste Übertragungen ihrer Arbeitsweise in ein anderes Medium – eine Suche nach einer eigenen filmischen Sprache.
Dauer: 78 Minuten

Freitag, 23.12., 14 Uhr
Damen und Herren ab 65, Lilo Mangelsdorff, 2002
Lilo Mangelsdorff hat 26 Laiendarsteller im Alter von 65 bis 72 Jahren begleitet, die Pina Bauschs Stück Kontakthof (UA 1978) neu einstudiert haben. Entstanden ist ein Film über Herausforderungen, Überwindungen, Intimität und Nähe.
Dauer: 70 Minuten

Freitag, 23.12., 16 Uhr
Was tun Pina Bausch und ihre Tänzer in Wuppertal?, Regie: Klaus Wildenhahn, 1982
Bereits 1982 berichtete Klaus Wildenhahn über Pina Bausch und das Tanztheater Wuppertal. Er schafft dabei nicht nur ein filmisches Dokument über die Arbeit der Choreografin und ihres Ensembles, sondern auch der frühen 1980er Jahre in der BRD.
Dauer: 120 Minuten

Sonntag, 25.12., 14 Uhr
Un jour Pina a demandé, Chantal Akerman, 1982
Richard Brody schreibt im New Yorker über den Film der kürzlich verstorbenen belgischen Filmemacherin: „Akermans Film ist eine Arbeit bescheiden-kühner Verwunderung, der Erforschung und Inspiration (…) die unverzügliche Erheiterung des Augenblicks der Kreation.“
Ein außergewöhnliches Dokument über die Arbeit von Pina Bausch und ihr Tanztheater.
Dauer: 57 Minuten, französisch mit englischen Untertiteln.

Sonntag, 25.12., 16 Uhr
Tanzträume – Jugendliche tanzen Kontakthof, Anne Linsel, 2010
Im Jahr 2000 hat Pina Bausch ihr Stück Kontakthof (UA 1978) mit Damen und Herren ab 65 inszeniert. Acht Jahre später studierte sie dieses Stück auch mit Teenagern aus Wuppertal ein. Fast ein Jahr lang hat Anne Linsel die 40 Jugendlichen aus verschiedenen Wuppertaler Schulen bis zur Premiere begleitet.
Dauer: 90 Minuten

Montag, 26.12., 14 Uhr
Coffee with Pina, Lee Yanor, 2006
Lee Yanor traf Pina Bausch 1993 in Paris, es entwickelte sich eine Freundschaft zwischen den beiden. 2002 und 2005 begleitete die Regisseurin Pina Bausch in Paris und Wuppertal. Der Film zeigt Ausschnitte aus Pina Bauschs Stücken Água (UA 2001) und Rough Cut (UA 2005).
Dauer: 52 Minuten

Montag, 26.12., 15 Uhr
Probe Sacre, Pina Bausch, 1992
Der Film zeigt Pina Bausch während einer Umbesetzungsprobe mit der Tänzerin Kyomi Ichida, die kurzfristig die Rolle des Opfers in Le Sacre du printemps übernimmt. Die eindringliche Dokumentation gewährt tiefe Einblicke in ihre künstlerische Praxis.
Dauer: 45 Minuten

Montag, 26.12., 16 Uhr
PINA, Wim Wenders, 2011
Der Film von Wim Wenders lädt die Zuschauer ein auf eine sinnliche, bildgewaltige Entdeckungsreise: mitten hinein auf die Bühne des legendären Ensembles und mit den Tänzern hinaus aus dem Theater in die Stadt und das Umland von Wuppertal – dem Ort, der 35 Jahre für Pina Bausch Heimat und Zentrum ihres kreativen Schaffens war. Gezeigt wird der Film in 2D.
Dauer: 103 Minuten

Informationen zu den Veranstaltungen

Information und Anmeldung zu den Vermittlungsformaten 
MuseumsInformation Berlin
Tel. +49 (0)30 247 49-888
museumsinformation@kulturprojekte-berlin.de 

Vermittlungsformate zur Ausstellung
Turnusführungen, ausschließlich Angebote für individuelle Besucher (keine Gruppen) zu den bekannt gegebenen Zeiten und Konditionen; ohne Anmeldung

Führungsbuchung, Angebot für Gruppen, nur bei vorheriger Buchung, spätestens 2 Werktage im Voraus 

Vermittlungsformate in der Lichtburg in der Ausstellung entnehmen Sie bitte dem Programm. Diese Angebote sind mit dem Erwerb der Eintrittskarte zur Ausstellung kostenfrei.

Anmeldung empfohlen, ab Anfang September über Museumsinformation Berlin

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Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

Museumsmeile Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn
T +49 228 9171–200

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Montags geschlossen
Dienstag und Mittwoch, 10 bis 21 Uhr
Donnerstag bis Sonntag, 10 bis 19 Uhr
(und an allen Feiertagen, auch denen,
die auf einen Montag fallen)